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Der Kuss des Lustdämons

DER KUSS DES LUSTDÄMONS
DER KUSS DES LUSTDÄMONS

Arcana Moon
Roman / Paranormale Erotik

Fabylon

ARS AMORIS: Band 7
Broschiert, 200 Seiten
ISBN: 978-392707152-0

Jun. 2012, 14.90 EUR
Bestellen: Jetzt bestellen / auch als eBook erhältlich

Celice trat einige Schritte zurück und versuchte hinter dem Rücken zu ertasten, ob sich irgendwo eine weitere Tür befand. Doch da blieb nur das große Nichts. Wer immer er auch war, sie war ihm ausgeliefert. Furcht stieg in ihr auf.
„Wer die Grenzen in mein Reich übertritt, der gehört mir! So wie es seit Jahrhunderten der Pakt zwischen uns ist. Der Alte hat immer wie ein Schießhund aufgepasst. Ihr seid die Erste seit vielen hundert Jahren, die den Weg zu mir gefunden hat.“ Seine Stimme hatte eine beruhigende Wirkung.
„Seit Hunderten von Jahren? Wie ist das möglich?“
„Nun, der Herzog ist einer, der seine Seele an den Teufel verkauft hat, wie man sagt. Seit Ewigkeiten haust er in diesem heruntergekommenen Anwesen. Niemand will mit ihm etwas zu tun haben. Er ist ein Dämon. Und ich sehe, er hat Euch gezeichnet.“ Sie blickte auf ihre blutverkrustete Schulter. Vorsichtig hob sie die Fetzen an und zischte, als es zog und brannte.
„Seine Hoheit sagte mir, mein Vater hätte mich ihm versprochen.“
Der Fremde lachte auf. „Ach ja, die ewige Lüge. Glaubt mir, Euer Vater ist längst tot. In der Morgenstunde zeigt der Herzog mit Vorliebe sein wahres Antlitz, das eines Schlächters und Kannibalen. Des Nächtens ist er Edelmann, der mit seiner holden Braut zu Abend speist. Während es ihn schon danach gelüstet, in der Hochzeitsnacht von ihrem Fleisch zu kosten!“
„Woher wisst Ihr das alles?“ Celice umschlang mit den Armen ihre Taille. Irgendwie hatte sie eine Ahnung, dass die Antwort ihr alles andere als gefallen würde. Ein Frösteln zog über ihren Rücken.
„Nun, ich bin derjenige, der dem Herzog das ewige Leben gab.“
„Ihr seid der Teufel?“ Sie tat ein paar Schritte zurück.
„Ich sagte, dass ich ihm Unsterblichkeit gab. Aber bin ich deswegen ein Teufel?“
Celice runzelte die Stirn.
„Wer seid Ihr dann?“ Wollte sie das wirklich wissen?
„Ihr kennt mich doch längst! Wir trafen uns in einer anderen Zeit, in einer anderen Welt.“
Der Mann wusste offensichtlich genau, was Frauen hören wollen.
„Ihr seid also ein Romantiker! Ich wüsste nicht, dass ich jemanden wie Euch jemals getroffen hätte.“ Ihre Stimme bekam einen verführerischen Klang.
„Vielleicht nicht in diesem Traum, meine Schöne.“ Sie spürte einen Stich in ihrem Herzen. Irgendetwas sagte ihr, dass er Recht hatte, doch sie erinnerte sich nicht. Da war nur ein warmes Gefühl, das sich in ihrem Bauch ausbreitete.
„Was wollt Ihr von mir?“, fragte sie leise.
„Ich bin hier, Euch zu geleiten, zu beschützen, zu verführen. Wie ich es schon immer getan habe.“ Er flüsterte die letzten Worte.
Ein angenehmer Schauer hauchte Celice in den Nacken.
„Zeigt Euch, damit ich Euch erkennen kann!“ Sie wandte sich einmal im Kreis.
„Habt Ihr das nicht schon längst? Euer Herz flüstert bereits meinen Namen, Mylady. Nun ist es an der Zeit, ihn auszusprechen. Nur wer den Namen seines Seelenpartners kennt, der wird die chymische Hochzeit feiern und in Liebe erblühen.“ Seine Worte waren wie eine Zweithaut, die sich auf ihr frierendes Herz legte.
„Ihr sprecht von Liebe?“ Sie legte ihren Kopf in den Nacken und blickte nach oben.
„In Eurem Herzen liegt viel Traurigkeit verborgen. Viel Schmerz und Vergessen. Doch Eure Seele kämpft. Sie schreit vor Sehnsucht, den verlorenen Teil ihrer selbst zurückzuerhalten. Der Dämon, der Euch beherrschte, hat die Waffen niedergestreckt. Er schläft wie ein Kind in den Armen seiner Mutter. Bis zu dem Tag, an dem Ihr ihn mit Freuden wiedererwecken werdet.“
Flüchtig zuckte ihr rechtes Lid. „Wovon sprecht Ihr?“
„Ich sehe weit mehr, als Ihr Euch vorstellen könnt. Ihr werdet es verstehen, wenn die Zeit gekommen ist.“
Celice schüttelte den Kopf.
„Ihr sprecht in Rätseln. Und Ihr verbergt Euch. Warum sollte ich Euch vertrauen?“ Sie drehte sich um, als sie eine Hand über ihre Haare streicheln fühlte. Doch nichts war zu sehen. Panik stieg in ihr auf.
„Ihr seid ungeduldig, Mylady.“ Er genoss es spürbar, sie hinzuhalten.
„Und Ihr spielt mit mir.“ Sie schnaufte verächtlich und zog einen Schmollmund.
„Ich bin hier.“ Seine Stimme schallte aus allen Richtungen.
„Wo? Ich sehe nur Finsternis!“ Sie hob ihre Hände mit einer fragenden Geste an und ließ sie wieder sinken. Celice wollte ihn berühren, um zu wissen, dass er Wirklichkeit war.
„Ich sehe in Euch nur das Licht. Das Band zwischen uns wurde mit dem Anbeginn der Zeit geschmiedet. Wer es versucht zu zerstören, der wird selbst zerstört werden.“
„Eure Worte sind edelmütig. Doch wer sagt mir, dass Ihr nicht nur ein großer Redner seid?“
„Horcht in Euch hinein! Und Ihr werdet wissen, dass ich die Wahrheit sage.“ Eine unsichtbare Hand fuhr ihr über die Wange. Ja, er war wahrlich ein Romantiker. Seine Worte berührten ihre Seele. Sie war wie eine Kerze, die schief im Ständer festgemacht war. Der Vollmond drang zwischen schwarzen Wolken hervor.
„Ich sehe, Ihr habt mich erkannt.“
Sein Schatten materialisierte sich direkt vor ihr.

Crossvalley Smith
Crossvalley Smith
© http://www.crossvalley-design.de

Weitere Leseproben

Auszug aus "1. Das verflixte siebte Jahr"
Auszug aus "2. Täuschung und Enttäuschung"
Auszug aus "3. Der Preis der Unsterblichkeit"
Auszug aus "4. Die Kreative und das Biest"
Auszug aus "5. Sterben um zu leben"

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