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SÖREN PRESCHER - Würde ich nicht schreiben, hätte ich meine Berufung wahrscheinlich in Sachen Musik, Film oder Computerspielentwicklung gefunden. Ich mag es, kreativ zu sein und Dinge zu erschaffen.

Interview mit Sören Prescher, geführt von Alisha Bionda am 09. Jan. 2012.


Sören Prescher Sören Prescher
Alisha Bionda führte den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit SÖREN PRESCHER.

A.B.: Lieber Sören, damit Dich die Leser ein wenig besser kennenlernen, möchte ich Dir zuerst einige persönliche Fragen stellen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
S.P.: Dass ich vor gut 33 Jahren in Bautzen geboren wurde, inzwischen aber seit über zehn Jahren in Nürnberg wohne. Ich bin verheiratet, Vater dreier Kinder (ein viertes ist unterwegs) und arbeite hauptberuflich in einem international tätigen Handelsunternehmen.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
S.P.: Viele Leute sagen, dass ich ein sehr geduldiger Mensch bin. Ich würde es eher als gutmütig und beharrlich bezeichnen. Zielstrebigkeit und große Begeisterung für die Dinge, die mich interessieren, gehören ebenfalls zu meinem Repertoire.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
S.P.: Manchmal sind es die kleinen Dinge, die mich faszinieren. Ich kann mich zum Beispiel stundenlang mit Recherchen über meine Lieblingsbands beschäftigen und neige dazu, meinen Freunden von den Liedern und Alben vorzuschwärmen, die mir gefallen, obwohl sie das meistens nicht die Bohne interessiert. Ein gutes Essen, ein guter Film oder Zeit mit meinen Freunden genieße ich ebenfalls sehr.
Was ich nicht mag, ist Unpünktlichkeit. Wenn ich weiß, dass ich zu spät dran bin, neige ich zu Hektik und kurzzeitigen Anfällen schlechter Laune. Davon abgesehen bringen mich Ignoranz, Intoleranz und das Verdummungsprogramm in Radio und Fernsehen auf die Palme.

A.B.: Welche Hobbies hast Du?
S.P.: In meiner spärlich gesäten Freizeit gehe ich gern mit meiner Frau Essen oder ins Kino. Wenn nicht ganz so viel Zeit bleibt, halte ich mich daheim an die üblichen Verdächtigen: Musik, Filme und Bücher.

A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftsteller werden oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
S.P.: Dass ich schon immer Schriftsteller werden wollte, dürfte übertrieben sein, aber es stellte sich früh in meiner Kindheit heraus, dass ich über viel Phantasie verfüge und gern Geschichten erfinde. Würde ich nicht schreiben, hätte ich meine Berufung wahrscheinlich in Sachen Musik, Film oder Computerspielentwicklung gefunden. Ich mag es, kreativ zu sein und Dinge zu erschaffen.

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
S.P.: Abgesehen von Geschichten für den Deutschunterricht habe ich als Teenager angefangen, Kurzgeschichten und Gedichte zu verfassen. Schnell habe ich aber gemerkt, dass mir längere Geschichten (also Novellen und Romane) am meisten liegen.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt abwickelst?
S.P.: In der Regel erstelle ich mir vorab ein Exposé, in dem ich festlege, was für Protagonisten die Geschichte hat und wohin die Reise geht. Obwohl ich mir viele Dinge erst während des Schreibens im Detail überlege, versuche ich im Vorfeld wenigstens die wichtigsten Eckpunkte abzustecken. So mache ich mir Notizen über Punkte, die unbedingt in der Handlung enthalten sein sollen.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
S.P.: Am liebsten würde ich ja jeden Vor- und Nachmittag schreiben, aber das ist auch broterwerbstechnischen Gründen unmöglich. Deshalb versuche ich, mich abends den Geschichten zu widmen. Meist denke ich nachmittags darüber nach, wie ich bestimmte Dialoge und Handlungsabläufe gestalte und skizziere mir das grob. Das erleichtert das spätere Schreiben.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
S.P.: Früher brauchte ich während des Schreibens möglichst viel Ruhe. Inzwischen habe ich mich aber an einen gewissen Lärmpegel gewöhnt und lasse in der Regel nebenher Musik laufen. Filmscores kommen immer gut, aber auch normale Lieder mit Gesang. Einzige Ausnahme: Deutsch darf es nicht sein, weil mich das dann doch zu sehr aus dem Konzept bringt.

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
S.P.: Normalerweise nehme ich mir ein Projekt nach dem anderen vor. Das ist meine bevorzugte Herangehensweise, weil ich mich gern voll und ganz auf eine Sache konzentriere. Manchmal machen es die Umstände aber erforderlich (zum Beispiel bei einer Zusammenarbeit mit einem anderen Schriftsteller), dass ich auf mehreren Baustellen gleichzeitig unterwegs bin. Im Grunde genommen ist das alles eine Frage der Koordination.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Und welches reizt Dich am meisten?
S.P.: Es fällt mir schwer, meine Texte einem bestimmen Genre zuzuordnen. Ich mag dieses Schubladendenken nicht und denke beim Schreiben auch nicht groß darüber nach, in welcher Geschichtengattung ich mich gerade bewege. Deshalb kommt es auch gelegentlich vor, dass ich mit einer Story vollkommen zwischen den Stühlen sitze. Eines meiner Romanmanuskripte zum Beispiel ist ein Roadnovel-Thriller mit Mystery-Elementen…

A.B.: Letztes Jahr ist Dein Roman DER FALL NEMESIS bei Voodo Press erschienen. Schilder uns doch bitte kurz, was den Leser darin erwartet.
S.P.: Mehrere Männer werden in den USA brutal ermordet. Die einzige Spur am Tatort ist der vom Täter hinterlassene Schriftzug Nemesis. Da sämtliche Opfer Angehörige des Militärs waren, werden Major John Brooks und sein Partner Andrew Watts mit der Untersuchung der Mordserie beauftragt. Dabei geraten sie immer tiefer in ein Netz aus Verschwörungen und Intrigen...
So weit die Inhaltsangabe. Schön fand ich, dass ich während des Schreibens mein Musikleidenschaft mit einfließen lassen konnte. Die Hauptperson John ist großer Bruce-Springsteen-Fan und nutzt jede Gelegenheit, sich die Musik vom Boss anzuhören. Seinem Freund und Partner Andrew geht das irgendwann natürlich auf den Keks. Ich mag es, solche kleinen Spielchen einzubauen. So was lockert auch die düsterste Atmosphäre auf.

A.B.: Du verfasst auch Kurzgeschichten? Was reizt Dich daran?
S.P.: Der Vorteil der meisten Kurzgeschichte ist, dass sie schnell geschrieben sind und die Handlung nicht so komplex wie bei einem Roman ausfällt. Meist gibt es eine Hauptperson und ein Problem, das sie bewältigen muss. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man während des Schreibens auf keine große Figurenentwicklung achten muss und voll und ganz auf eine zentrale Emotion setzen kann. Bei einem Gruselgeschichte zum Beispiel ist es nahezu unmöglich, dem Leser über 300 Romanseiten eine Gänsehaut zu verschaffen. Für die Dauer einer Kurzgeschichte ist das ungleich einfacher.


A.B.: Jüngst sind Storys von Dir in den Anthologien SHERLOCK HOLMES - DAS UNGELÖSTE RÄTSEL und ODEM DES TODES erschienen. Verrate den Lesern doch bitte mal worum es darin geht.
S.P.: Der Reiz und der Sinn der Sherlock-Holmes-Anthologie war es, den Meisterdetektiv in ungewöhnliche und/oder übernatürliche Situationen zu versetzen. In meiner Kurzgeschichte zum Beispiel bekommen es der Ermittler und sein Partner mit einem Mann zu tun, der behauptet, von einem Fluch befallen zu sein.
Das „Odem des Todes“ hingegen beschäftigt sich mit merkwürdigen Ereignissen im Leben von Edgar Allen Poe. Das ist eine ganz andere Kragenweite. Immerhin drehen sich sämtliche Geschichten um eine Person, die tatsächlich existierte. In meinem Story „Metzenger“ zum Beispiel bekommt es der große Autor mit einem höchst merkwürdigen Wesen zu tun, das ihn verfolgt, um ihm etwas ganz Bestimmtes zu stehlen.

Sören liest aus ODEM DES TODES Sören liest aus ODEM DES TODES
A.B.: Wie gefällt Dir die Aufmachung der o.g. Werke? Treffen die Grafiken von Crossvalley Smith Deinen „Nerv“?
S.P.: Crossvalley Smiths Bilder finde ich großartig. Der Mann scheint vor Kreativität nur so zu strotzen. Ich freue mich schon auf weitere Zusammenarbeiten mit ihm.

.A.B.: Ende letzten Jahres fandest Du darüber hinaus in der edlen Hardcover-Anthologie ADVOCATUS DIABOLI Aufnahme. Das Werke glänzt ja durch seine besonders schöne Aufmachung. Was hat Dich an dem Thema gereizt, schildere doch bitte etwas über das Konzept des Projektes und Deine Story.
S.P.: „Advocatus Diaboli“ ist ebenfalls keine gewöhnliche Anthologie. In jeder der bisweilen ziemlich düsteren Kurzgeschichten geht es um einen Protagonisten, der dem Teufel davon erzählt, wie und warum er in die Hölle gelangt ist. Da stellt auch mein Beitrag „Rolfs Methode“ keine Ausnahme dar. Sie fällt nur dadurch aus dem Rahmen, dass sie im Vergleich zu manch anderer Geschichte ziemlich nun jan … nennen wir es bodenständig daherkommt. Aber ich mag es, wenn meine Storys ziemlich nah an der Realität verankert sind.

A.B.: Man kann also Beiträge von Dir in einigen Anthologien finden. Was ist ausschlaggebend dafür, an welchem Projekt Du Dich beteiligst? Herausgeber? Verlag? Thematik?
S.P.: Natürlich spielen die Herausgeberin oder der Verlag ebenfalls eine Rolle, ein Großteil macht aber auch die Thematik selbst aus. Wann immer ich von einem neuen Antho-Konzept erfahre, frage ich mich, ob und mit welchem Beitrag ich mich beteiligen könnte. Fällt mir was Passendes ein und stecke ich mit den Gedanken nicht zu sehr in einem anderen Projekt, versuche ich für gewöhnlich, mit von der Partie zu sein. Es reizt mich, auf diese Weise immer wieder mit neuen und unterschiedlichen Themen konfrontiert zu werden. Das hilft mir, kreativ zu bleiben.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
S.P.: Literarische Vorbilder habe ich eine Menge. Durch Stephen Kings Roman „Es“ kam ich zum Schreiben von Phantastik-Geschichten und noch heute bewundere ich den Mann für seine vielen großartigen Werke. Ebenfalls beeinflusst haben mich Peter Straub, Wolfgang Hohlbein, Andreas Eschbach, und selbstverständlich literarische Legenden wie H.P. Lovecraft, Edgar Allan Poe, Sir Arthur Conan Doyle und Mark Twain.

A.B.: Schreibst Du lieber alleine oder mit einem Co-Autor?
S.P.: Alleine schreiben ist definitiv einfacher und unproblematischer. Du stehst allein für ein Projekt ein; kannst steuern, in welche Richtung es geht und darfst dir selbst in den Hintern treten, wenn du mit der Arbeit nicht zufrieden bist.
Bei der Zusammenarbeit mit einem anderen Autoren musst du dich auf dessen Schreibstil, Rhythmus und Pensum einstellen. Das ist nicht immer leicht, mache die Arbeit aber automatisch interessanter. Außerdem haben solche Kooperationen den großen Vorteil, dass zwei kluge Köpfe ihre Ideen einbringen und so die Geschichte noch abwechslungsreicher gestalten.

A.B.: Es ist ja das ein oder andere Projekt mit Tobias Bachmann geplant. Was verbindet Euch?
S.P.: Da gibt es eine Reihe von Gemeinsamkeiten. Viele Autoren, die Tobias’ Schreibe beeinflusst haben, sind auch mir bestens bekannt. Umgedreht ist es genauso. Ich mag seine Art, eine Geschichte umzusetzen und vermute spontan, dass er auch mit meiner Art nicht ganz unzufrieden ist. Unser Schreibstil ist zwar nicht der gleiche, aber zumindest ähnlich. Abgesehen davon kennen wir uns seit Jahren, sind befreundet, wohnen nicht weit auseinander und waren – wenn auch mit komplett unterschiedlichen Beiträgen – mehrfach in den selben Kurzgeschichten-Anthologien vertreten.

A.B.: Nächstes Jahr wird es mit SHERLOCK HOLMES TAUCHT AB einen gemeinsamen Roman in der Reihe MEISTERDETEKTIVE im Fabylon Verlag geben. Wie wird die Zusammenarbeit daran mit Tobias Bachmann aussehen?
S.P.: Bisher existierten lediglich ein Handlungsentwurf und jede Menge gute Ideen. Geplant ist es, dass wir im Januar im wöchentlichen Wechsel mit dem Schreiben beginnen. Ich setze den Anfang auf, schicke es dann Tobias, der den Faden weiterspinnt und mir zurückschickt. Wir beide sind selbst gespannt, ob diese straffe Zusammenarbeit wie geplant aufgeht.

A.B.: Wird der o.g. Roman Euer erstes gemeinsames Printprojekt sein?
S.P.: Wir haben zwar auch ein wirklich cooles Manuskript über ein Spukhotel im fränkischen Hinterland verfasst, aber dessen Veröffentlichung steht noch nicht fest. So gesehen wird die Holmes-Geschichte unser erster gemeinsamer Printout.

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
S.P.: Ich versuche, jeden Abend zu lesen. Manchmal klappt es gut, manchmal fallen mir nach wenigen Seiten die Augen zu. Aber wem geht das nicht so? Ein bevorzugtes Genre habe ich nicht, dafür aber bestimmt fünfzig ungelesene Bücher, die ich mir eigentlich längst vornehmen wollte. Meist wähle ich die Romane anhand der Themen, über die ich gerade schreibe. Nicht, um von anderen Autoren abzukupfern (nichts liegt mir ferner), sondern um zu sehen, wie diese damit umgegangen sind. Zur Zeit beschäftige ich mich zum Beispiel intensiv mit Sherlock-Holmes-Geschichten, um für Januar gewappnet zu sein. So was ist auch hinsichtlich Recherche nicht verkehrt.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
S.P.: Sehr wichtig.

A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
S.P.: Ich halte Lesungen, bin in mehreren Literaturforen und einem sozialen Netzwerk angemeldet, weil ich immer daran interessiert bin, konstruktive Kritik zu bekommen.

A.B.: Hältst Du auch Lesungen ab? Oder kann man Dich auf Cons antreffen? Wenn ja, auf welchen?
S.P.: Ich halte gern Lesungen, da es dort den direktesten Kontakt zu den Lesern gibt. Leider aber ist es gar nicht so einfach, irgendwo einen Termin für eine Lesung zu bekommen. Vor allem, wenn deine Romane bei keinem großen Verlag mit dicker PR-Abteilung erschienen sind.
Für das nächste Jahr gibt es bisher zwei Lesungsanfragen. Eine im März auf der Leipziger Buchmesse, die andere im August auf dem Sherlocon in Burg Lissingen in der Nähe von Hillesheim in der Eifel, um dort zusammen mit Tobias Bachmann den im September erscheinenden Holmes-Roman vorzustellen. Würde mich freuen, wenn das klappt.

A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
S.P.: Freunde, Familie, Kollegen. Sie haben mich alle unterstützt und tun es noch. Ohne „(With) a little help from my friends“ geht es einfach nicht. Der Schreibprozess selbst ist zwar eine ziemliche einsame Angelegenheit, aber wenn es darum geht, erste Meinungen einzufangen, den Rücken gestärkt zu bekommen oder neue Veröffentlichungen publik zu machen, bin ich für jede Hilfe dankbar.

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
S.P.: Legt euch ein dickes Fell zu und lasst euch von der bösen, schlechten Welt nicht ins Bockshorn jagen. Ihr werdet eine Menge Absagen kassieren, aber das sollte kein Grund sein, aufzugeben. Um seinen Schreibstil stetig zu verbessern, ist es ebenso hilfreich wie notwendig, sich dem Lob und Tadel anderer Schreibender auszusetzen. Im Internet gibt es zig Foren, die einem helfen, den richtigen Schliff zu bekommen. In der Regel treffen die Leute dort mit ihren Kritikpunkten auch direkt ins Schwarze.
Äußerst empfehlenswert dafür ist zum Beispiel das Forum der 42er Autoren (http://forum.42erautoren.de). Dort tummeln sich Neulinge ebenso wie Autoren mit Veröffentlichungen in Großverlagen. Auch ich bin ziemlich oft im Forum unterwegs. Ich habe dort eine Menge dazugelernt und tue es noch. Es lohnt sich auf jeden Fall.

A.B.: Worin siehst Du die Vor- und Nachteile in der Klein- und Großverlagsszene?
S.P.: Es scheint immer größere Grenzen zwischen den Groß- und den Kleinverlagen zu geben. Während die Riesen mehr denn je auf Massengeschmack setzen und stetig weniger Experimente wagen, scheint den kleinen Verlagen immer deutlicher bewusst zu werden, welche Chance sich ihnen mit Nischenprodukten bietet. Manche Genres schaffen zwar keine Auflagen von 10.000 Büchern und mehr, sind aber dennoch gefragt. In Zukunft wird die Spanne zwischen groß und klein vermutlich noch weiter auseinanderdriften.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
S.P.: Neben dem bevorstehenden Sherlock-Holmes-Roman arbeite ich aktuell an einem sehr interessanten Steampunk-Abenteuer. Darin geht um einen Ingenieur, der auf dem Meeresgrund ein sechzig Jahre altes Buch findet, das erschreckend viele Details seines eigenen Lebens enthält. Als der Tod eines nahen Familienmitglieds vorhergesagt wird, eilt er nach London und begibt sich auf eine Reise, die weit über alles hinausgeht, was er je für möglich gehalten hat. Unterstützt wird er dabei von einem schüchternen Streifenpolizisten namens Charlie. Die beiden werden zu einer Art dynamischen Duo, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Mit der Rohfassung bin ich inzwischen fertig, jetzt geht es an den Feinschliff. Erscheinen soll der Roman im Sommer 2013 im Fabylon Verlag.

A.B.: Vielen Dank für das geduldige Beantworten meiner Fragen.
S.P.: Immer wieder gern, Alisha. :-)

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