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Ich brauche absolute Ruhe, wenn ich schreibe.

Interview mit Sabine B. Procher, geführt von Alisha Bionda am 12. Mar. 2013.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
8 Beiträge / 38 Interviews / 5 Kurzgeschichten / 72 Galerie-Bilder vorhanden
Sabine B. Procher Sabine B. Procher
Alisha Bionda führte via Mail ein umfangreiches Interview mit Sabine B. Procher

A.B.: Liebe Sabine, zuerst möchte ich Dir einige persönliche Fragen stellen, damit Dich die Leser besser kennen lernen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
S.B.P.: Guten Tag Alisha. Das ist eine sehr schwierige Frage. Einerseits bin ich stolz auf mich und das, was ich im Leben geleistet habe, andererseits will ich mich nicht beweihräuchern. Deshalb belasse ich es bei einem kurzen Lebenslauf nebst Personenbeschreibung.
Ich bin 62 Jahre alt,1,60 m groß, schlank, habe graugrüne Augen und kurze graue Haare. Wie man mir immer wieder bestätigt, sehe ich jünger aus. Das kommt vermutlich daher, weil ich mein Leben lang immer sehr aktiv war und immer noch bin.
Während meines Lebens habe ich mehrere Berufe erlernt, die sich ergänzt und aufeinander aufgebaut haben. Nach meinem Realschulabschluss wurde ich Kosmetikerin und Fußpflegerin, später ließ ich mich zur Heilpraktikerin ausbilden und führte jahrzehntelang eine Naturheilpraxis. Es folgte die Schulung zur Autorin und inzwischen wurde ich noch befähigt als Coach und Kommunikationstrainerin zu arbeiten. Sie sehen, ich bin sehr vielseitig und habe Spaß am Lernen.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
S.B.P.: Dass ich sehr gerecht bin. Ich bin sehr hilfsbereit und setze mich für andere Leute ein.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
S.B.P.: Fangen wir damit an, was ich nicht mag.
Ich mag keine Ungerechtigkeit. Wenn ich merke, dass jemand ungerecht behandelt wird, setze ich mich sogar für meine „Gegner“ ein.
Unsauberkeit finde ich scheußlich. Als Waagegeborene liebe ich es harmonisch und schön um mich herum. Dazu gehört natürlich auch Sauberkeit.

Ich liebe Tiere. Bis vor einem Jahr hatte ich selbst einen kleinen Hund.
Ich freue mich, wenn jemand meine Arbeit gut findet und ich gelobt werde.
Die Komplimente sollten allerdings ehrlich sein.
Ich erfreue mich an allen schönen und meinen Sinnen harmonisch erscheinenden Dingen, wie z. B. elegante Kleidung, exklusiv eingerichtete Wohnungen, farblich ansprechende Gemälde usw. Wobei exklusiv und elegant nicht unbedingt teuer heißen muss.

A.B.: Welche Hobbies hast Du?
S.B.P.: In meiner Freizeit gehe ich wahnsinnig gern spazieren und sehe zu, dass ich dabei möglichst irgendwohin komme, wo ich noch nie gewesen bin und irgendetwas entdecke, was ich noch nicht kenne. Ich war schon immer ein Forschertyp und gehe gern auf Entdeckungsreise.
Ein weiteres Hobby ist die Astrologie, mit der ich mich seit Mitte der neunziger Jahre intensiver beschäftige. Auf diesem Gebiet gibt es immer etwas zu forschen und man kann bis ans Lebensende lernen. Außerdem gehe ich gern auf medizinische, naturheilkundliche sowie esoterische Fortbildungen.


A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftstellerin werden oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
S.B.P.: Das war eher Folge meiner persönlichen Entwicklung. Zum einen suchte ich 2006 nach einem Hobby, das ich vermehrt zuhause ausüben konnte. Da mein Hund damals schon sehr alt war und nicht mehr so lange laufen konnte, wollte ich ihn nicht so viel allein lassen. Das Hobby sollte so fesselnd sein, dass ich meine ausgedehnten Spaziergänge nicht vermissen würde.
Zu dieser Zeit hatte ich aus Interesse an mehreren Reinkarnationssitzungen teilgenommen. Innerhalb von fünf Monaten schrieb ich dann die Sitzungsprotokolle wörtlich ab. Dadurch hatte ich soviel Material zusammen, dass es schade gewesen wäre, damit nichts anzufangen. Als mir dann per Zufall eine Anzeige der „Schule des Schreibens“ in die Hände fiel, hatte ich mein neues Hobby gefunden. Ich machte drei Jahre lang eine intensive Ausbildung zur Autorin. Inzwischen sind drei Bücher von mir veröffentlicht.

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
S.B.P.: Schon früher wurde ich oft darauf hingewiesen, dass ich ganz gut Briefe formulieren konnte und man hat mich diesbezüglich mehrmals um Hilfe gebeten. Ende 2006 habe ich mich, wie schon erwähnt, bei der Schule des Schreibens angemeldet und ganz intensiv mit dem Schreiben begonnen. Allerdings beschäftigte ich mich zuerst nur mit den Aufgaben innerhalb des Lehrstoffs, der natürlich immer schwieriger wurde. Im Laufe von drei Jahren absolvierte ich die Lehrgänge Belletristik, Sach-und Fachbuch schreiben und Journalismus. Danach hatte ich noch ein weiteres Jahr die Möglichkeit, mehrere Werke zum Lektoratsdienst der Schule zwecks Beurteilung einzusenden. Alle meine Manuskripte wurden als würdig für eine Veröffentlichung eingestuft.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt „umsetzt“?
S.B.P.: Da ich alles im Leben immer genau plane und genau vorbereite, habe ich natürlich auch hier bisher nach einem Schema gearbeitet.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
S.B.P.: Ich bin ein Morgenmensch. Allerdings mache ich dann zuerst die Dinge, die nicht soviel Spaß machen und eher Pflicht sind. Als mein Dackel noch lebte, hat er unter anderem die Ritualzeiten vorgegeben. So kam es, dass besonders die Nachmittagszeiten zum Schreiben bevorzugt wurden, da er dann als alter Herr meist seinen Mittagsschlaf hielt und mich in Ruhe ließ. J
Nachdem Dackel „Lion“ verstorben ist, sind mein Mann und ich nachmittags meist unterwegs, sodass ich nicht mehr so viel Zeit mit dem Schreiben verbringe. Durch die Schreiberei kam mein Mann früher oft zu kurz und das möchte ich jetzt ausgleichen. Ich möchte erwähnen, dass ich meinen Mann erst kennengelernt habe, nachdem ich mich bei der Schule des Schreibens angemeldet hatte. Wer weiß, ob ich das jemals getan hätte, wenn er schon vorher in mein Leben getreten wäre.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
S.B.P.: Ich brauche absolute Ruhe, wenn ich schreibe. In der Wohnung habe ich einen Lieblingsplatz am Fenster, wo ich leider nur mit meinem alten Laptop schreiben kann, den ich dann umständlich auf den Knien halte. Das ist sehr unbequem, sodass ich dann doch ins Büro an den Hauptcomputer ausweiche. Während des Schreibens vergesse ich sowieso alles um mich rum und es kommt mir dann nicht mehr so sehr auf die Umgebung an.

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
S.B.P.: Ich habe bisher immer nur an einem Projekt gearbeitet.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Und welches reizt Dich am meisten?
S.B.P.: Ich schreibe am liebsten Erfahrungsberichte, weil ich meine, dass ich nur dann die Situation und meine Gefühle richtig authentisch rüberbringe, wenn ich sie schon einmal erlebt habe.

A.B.: Dein Liebesroman DIE HERZENSCRASHER ist beim Oldigor-Verlag erschienen. Schilder uns doch bitte, was den Leser darin erwartet.
S.B.P.: Die Protagonistin ist ein Single und ständig auf der Suche nach dem Richtigen. Andererseits findet sie das Singleleben auch sehr vorteilhaft. Je nachdem welche Meinung gerade überwiegt, lässt sie sich auf die unterschiedlichsten Charaktere ein. Eins haben allerdings alle gemeinsam. Sie sind alle irgendwie problematisch. Eine Situation, die sicher vielen bekannt sein wird. Früher wie auch heute sucht man sein Glück oft über die Medien, was allerdings nicht ganz ungefährlich ist. Auch Inka hat so einiges dabei erlebt. Mehr möchte ich nicht verraten, sonst ist die Spannung ja weg.

A.B.: Was hat es mit dem Hinweis „Eine fast wahre Lügengeschichte” auf sich? Weist der Roman autobiografische Züge auf?
S.B.P.: Ja, wie schon vorher gesagt, ich kann alles besser rüberbringen, wenn ich es vorher erlebt habe. Lügen und Hochstapelei spielen in diesem Roman eine entscheidende Rolle. Lügen, die man allerdings oft nicht gleich erkennt oder diese nicht wahr haben will.

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Oldigor Verlag?
S.B.P.: Ich hatte Andrea Wölk, die Inhaberin des Oldigor Verlages, schon vor der Verlagsgründung als Kollegin kennengelernt und irgendwann machte sie mir den Vorschlag, gemeinsam etwas mit mir zu machen. Dadurch kam die Idee zu den Herzenscrashern. Den Titel hat übrigens Frau Wölk vorgeschlagen.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
S.B.P.: Nein, ich eifere zumindest keinem direkten Vorbild nach. Früher wollte ich so werden wie meine Mutter, habe dabei aber übersehen, dass jeder Mensch auch negative Eigenschaften hat und diese teilweise auch übernommen.
Deshalb finde ich, man sollte seinen Weg allein finden, indem man von mehreren Lehrmeistern das Gute übernimmt und daraus das Beste für sich macht. Vielleicht wird man dann ja wenigstens teilweise zum Vorbild eines anderen.

A.B.: Schreibst Du lieber alleine oder würdest Du auch mit einem Co-Autor arbeiten? Wenn ja, wer würde Dich da reizen?
S.B.P.: Ich bin der typische Einzelkämpfer und arbeite lieber allein an einem Projekt.

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
L.H.: Ich lese vor allem Ratgeber und Fachliteratur.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
S.B.P.: Der persönliche Kontakt ist sicher eine ganz besondere Sache. Vor allem, wenn man einem Leser durch sein Werk Hilfestellung leisten kann.

A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
S.B.P.: Ich spreche auf Veranstaltungen, Events und anderen Gelegenheiten gezielt Leute an, die sich für die Themen meiner Bücher interessieren könnten, erzähle ihnen mehr darüber und verteile Flyer.

A.B.: Hältst Du auch Lesungen ab? Oder kann man Dich auf Cons antreffen? Wenn ja, auf welchen?
S.B.P.: Ich habe einmal bei einer Gemeinschaftsveranstaltung im Dezember aus den Herzenscrashern vorgelesen.
Bei Facebook bin ich ebenfalls zu finden.


A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
S.B.P.: Mein Mann hat mich immer sehr unterstützt. Er hat mir die Zeit zum Schreiben gelassen und sich als Lektor betätigt.

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
S.B.P.: Sie sollten viel Geduld haben und sich vor allem bei kleineren Verlagen bewerben. In zahlreichen Communities kann man sehr oft in direkten Kontakt mit Verlegerinnen und Verlegern treten und dann eher eine Chance haben in der großen Masse der Mitbewerber nicht unterzugehen.

A.B.: Worin siehst Du die Vor- und Nachteile in der Klein- und Großverlagsszene?
S.B.P.: Der Vorteil der Kleinverlagsszene ist der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern des Verlages. Der Nachteil ist, die Bücher eines Kleinverlages werden vor allem im Onlinehandel vertrieben und liegen kaum in Buchhandlungen aus. Aber wer weiß, so wie der Vertrieb von e-books boomt, wird dieser Markt womöglich sowieso die Zukunft sein und alles wird sich wandeln.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
S.B.P.: Zur Zeit habe ich kein Projekt in Arbeit. Wenn ich eines Tages erneut etwas schreibe, wird es eher ein Ratgeber in Bezug auf Lebenshilfe und persönlicher Weiterentwicklung sein. Da ich seit einiger Zeit gerade selbst in einer Umbruchphase bin, muss ich dazu erst noch meine eigenen Erfahrungen und neuen Gefühle sammeln und vervollständigen, damit ich alles authentisch wiedergeben kann.

A.B.: Zum Abschluss noch die Frage: Wirst Du von einer Agentur vertreten?
S.B.P.: Nein

A.B.: Vielen Dank für das geduldige Beantworten meiner Fragen.
S.B.P.: Bitte, es hat mir großen Spaß gemacht. Ich freue mich sehr über das Interesse.


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