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Das Schicksal und die Nöte der Menschen um mich herum sind mir nicht gleichgültig. Generell bin ich ein Menschenfreund.

Interview mit Ladina Bordoli, geführt von Alisha Bionda am 09. Mai. 2016.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
98 Beiträge / 27 Interviews / 31 Kurzgeschichten / 5 Artikel / 59 Galerie-Bilder vorhanden
Ladina Bordoli Ladina Bordoli
Alisha Bionda führte via Mail den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit LADINA BORDOLI.

A.B.: Liebe Ladina, zuerst möchte ich Dir einige persönlichen Fragen stellen, damit Dich die Leser besser kennen lernen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
L.B.: Es gibt zwei Dinge, die mich gut beschreiben: eine Auster und ein Kaleidoskop. Ich brauche immer wieder Einsamkeit, Stille und die schützende Dunkelheit des weiten Nichts, um in Ruhe eine Perle produzieren zu können. Mein Innenleben, sowohl geistig/mental wie auch emotional ist komplex und bunt – bestehend aus den zahlreichen Eindruck-Fragmenten meiner Umwelt. Die meisten Dinge nehme ich ungefiltert in mich auf, weshalb mir die Auster (also die Einkehr) ein treuer und wichtiger Begleiter geworden ist. In meinem Wesenskern bin ich ein Nonkonformist, was nicht immer einfach ist …

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
L.B.: Ich bin offen und neugierig und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Als Sternzeichen Steinbock bin ich außerdem diszipliniert und habe Durchhaltewillen. Ich denke, dass ich ein guter und einfühlsamer Zuhörer bin. Das Schicksal und die Nöte der Menschen um mich herum sind mir nicht gleichgültig. Generell bin ich ein Menschenfreund.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
L.B.: Mögen tue ich nichts, das wäre vollkommen entgegen meiner Art . Ich liebe. Meine Familie könnte ein Lied davon singen …Wenn ich wieder irgendwo etwas Faszinierendes entdeckt oder gelernt habe, ist mein Redeschwall kaum mehr zu bremsen. Generell: Ich liebe gutes Essen, auch wenn ich eine miserable, bzw. unzumutbare, Köchin bin. Ich bin verrückt nach Geschichten aller Art: Filme, Bücher, Lieder, Bilder. Ich bin begeistert von tiefgründigen Gesprächen, verrückten Ideen und Menschen, die ihre Leidenschaft – was auch immer das sein mag – ausleben. Was ich weniger liebe, ist Lärm. Die Welt ist mir manchmal zu laut, zu grell und zu oberflächlich. Mit Unehrlichkeit, Ungerechtigkeit, Gier und Machthunger habe ich ebenfalls meine liebe Mühe. Daher rührt wohl auch meine zeitweilige Unfähigkeit, Autoritäten zu respektieren.

A.B.: Welche Hobbys hast Du?
L.B.: Nebst dem Schreiben? Hm … ich verbringe sehr viel Zeit damit, die Stille zu genießen – so ein Austern-Ding. Selbstverständlich lese ich sehr gerne, was manchmal fast an eine Sucht grenzt. Aber mein größtes Hobby ist definitiv das Schreiben, was auch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ansonsten bin ich in meiner Freizeit hin und wieder mit meinen engsten Freunden unterwegs, gehe sehr gerne ins Kino oder gönne mir ein Wochenende in Italien, am Comersee – das ist meine zweite Heimat.


A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftstellerin werden? Oder gab es da eine Initialzündung oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
L.B.: Ich habe schon immer geschrieben. Aber die Initialzündung, bzw. der Wunsch, selbst einmal Autor zu werden, war wohl ungefähr im Alter zwischen 13 und 19 Jahren. Genau weiß ich es nicht mehr. Es war so : Ich war ein begeisterter Leser von Wolfgang und Heike Hohlbeins „schwarzen Büchern“, wie ich sie nannte. Ich war über mehrere Tage hinweg nicht mehr ansprechbar – ich war ja am Lesen! Es war während dieser Zeit, als ich die Rangfolge meiner Weltordnung änderte: Zuerst kam HOHLBEIN, dann Gott … und irgendwann der Rest der Welt. Als dann Harry Potter erschien, war ich ehrlich gesagt überhaupt nicht interessiert. Ich war sicher, dass diese – wie auch immer sie hieß – es mit Hohlbeins sowieso nicht aufnehmen konnte. Lange Rede, kurzer Sinn: Es war in dieser Zeit, als ich beschloss, selbst einmal ein Buch zu schreiben und Autor zu werden. Irgendwo habe ich gelesen, dass Du die Nachbarin der Hohlbeins warst und Dich mit ihnen auch eine Freundschaft verbindet. Ist es nicht unheimlich, dass ich ausgerechnet in Deiner Agentur gelandet bin? Ich wusste das damals nämlich nicht.

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
L.B.: Das weiß ich noch haargenau. In den ersten Herbstferien in der ersten Klasse der Grundschule, also mit sieben Jahren. Ich schrieb eine Lobeshymne über Zorro, der mich über alle Massen faszinierte! Der Originaltext existiert immer noch.

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt umsetzt?
L.B.: Da ich die Frage nicht sofort beantworten konnte … wohl eher nicht . Ich bin ein „Bauch-Mensch“. Dennoch habe ich gelernt, dass mir etwas Struktur die Arbeit an den Projekten erleichtert. So überlege ich mir beispielsweise im Vorfeld, welchen Erzähler ich wählen und wie ich das in Bezug auf die Kapitel/Einteilung umsetzen möchte. Während des Schreibprozesses habe ich jetzt auch angefangen, das Buch in einzelne „Schnitze“ (Viertel oder Drittel) einzuteilen. Ich bestimme dann grob, in welchem Teil was geschehen muss. Aber innerhalb dieses Rahmens entwickelt sich die Geschichte oft anders als rational geplant.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
L.b.: Da ich generell Modell „Lärche“, also tagaktiv, bin, arbeite ich lieber am Morgen und bei Tageslicht. Abends bin ich schnell müde und unkonzentriert. Da ich neben dem Schreiben einen Vollzeitjob habe, richtet sich mein Tagesablauf nach meinem Beruf. Ich stehe um 05.20 Uhr auf (für Modell „Lärche“ überhaupt kein Problem. Man kann sogar eine Sekunde nach dem Weckerrasseln losquasseln … ). Während des Tages arbeite ich als Fachfrau Unternehmensführung KMU im Büro unserer familieneigenen Bauunternehmung. Hin und wieder bin ich auch auf den Baustellen anzutreffen – mit dem Fotoapparat. Gegen 18:30 Uhr bin ich wieder Zuhause. Dann wird gegessen, was ich mir selbst koche (leider … ). Danach ist leider für die Lärche – weil sie ja keine Eule ist – bald schon Schluss … Meine Kreativarbeit, das Schreiben, verschiebe ich daher aufs Wochenende, die Ferien oder meine gelegentlichen Freitage.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
L.B.: Das ist unterschiedlich. Manchmal höre ich sehr leise Musik im Hintergrund. Meistens bevorzuge ich jedoch absolute Stille. Dann kann ich so richtig abtauchen und finde danach nur noch mit Mühe zurück in die Realität … Düfte liebe ich hingegen sehr. Duftkerzen oder Duftsteine fördern mein Wohlbefinden und meine Kreativität – und natürlich gelegentlich eine Tasse Kaffee und „Autorensnack“!


A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
L.B.: Ich trenne das strikt. Ich schreibe eins nach dem andern – soweit das geht. Weil ich mit meinem gesamten Wesen in eine Geschichte eintauche, ist es für mich schwierig, ständig zu switchen. Aber es kommt natürlich vor, dass ich mal an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten muss. Wenn ich beispielsweise an einem Roman schreibe, ein anderer aus dem Lektorat zurückkommt und bearbeitet werden muss und ich nebenbei noch eine Kurzgeschichte für eine Anthologie abgeben muss. Aber ich trenne das dann, indem ich eben ein Anthologie-Wochenende mache oder mich dem dringenderen Projekt zuwende. Bedingt natürlich, dass ich mich in das Liegengebliebene immer wieder einlesen und einfühlen muss, ehe ich da weiterarbeiten kann.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Und welches reizt Dich am meisten?
L.B.: Auch hier bin ich ein Kaleidoskop. Ich mag es bunt, gegensätzlich, durcheinander, vermischt, zerbrochen und wieder zusammengeklebt. Bisher habe ich vermittelte Romane in den Genres SteamPunk, Young Adult, Vampir Romance, Classic Vampir, Frauen Romance und Urban Fantasy – davon sind einige Bücher bereits geschrieben, andere erst in der Planungsphase. Ich habe aber auch noch unvermittelte Titel in den Kategorien Historischer Roman und Dystopie. Ich liebe sie alle gleichermaßen, da ich die Abwechslung sehr schätze. Ich schmachte beispielsweise in einer Liebesgeschichte und wenn sie fertig ist, steht mir der Sinn nach Abenteuer, Düsternis oder was auch immer. Zurzeit reizt mich jedes neue Projekt auf seine Art und Weise und ich bin um diese Vielfalt froh.

A.B.: Dein Debütroman DIE LAZARUS VERSCHWÖRUNG ist aktuell im Fabylon-Verlag erschienen. Schildere uns doch bitte, was den Leser darin erwartet.
L.B.: Ein Abenteuer! Ich habe Elemente des SteamPunk mit dem Ur-Mythos um König Artus und seine Tafelrunde vermischt. Im Zentrum des Romans steht eine spezielle Mondfinsternis und ein mit ihr verknüpftes, ebenso geheimes wie mörderisches Dampfmaschinen-Wagenrennen. Es geht um die Rettung eines todkranken Kindes, die nur mithilfe eines außergewöhnlichen Teams – bestehend aus einer Ordensschwester, einem „Troubadour“ des 19. Jahrhunderts, einem Wissenschaftler, einem Altertumsforscher und einem weisen alten Mann – bewältigt werden kann. Ob sie auch gelingt, verrate ich natürlich nicht! In Anlehnung an mein eigenes kaleidoskopisches Wesen habe ich Mystik, Technik und Abenteuer mit einer Prise Galgenhumor, Mythologie und natürlich (hin und wieder) der Realität vermischt. Dieses Buch trägt meine Handschrift wie kein zweites.

A.B.: Der Roman ist der sechste Band der Reihe SteamPunk. Fühlst Du Dich in der Reihe gut aufgehoben?
L.B.: Auf jeden Fall. Ich finde, die Reihe ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Ich fühle mich als Teil des SteamPunk-Teams wohl und finde die bisherigen Projekte sehr ansprechend und spannend. Ich bin sehr glücklich, dass ich bei dieser Reihe mitmachen durfte – das war für mich ein riesengroßes Abenteuer!

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Fabylon-Verlag?
L.B.: Du, liebe Alisha, hast mich als meine Agentin angefragt, ob ich Interesse hätte, einen Roman für die SteamPunk-Reihe bei Fabylon zu schreiben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, was das überhaupt war. Je mehr ich jedoch davon las, desto begeisterter war ich. Ich habe dann eine Idee ausgearbeitet und sie Fabylon und Dir als Herausgeberin der Reihe gezeigt. Euch hat die Idee gefallen und los ging‘s!

A.B.: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit dort?
L.B.: Sehr sehr angenehm. Ich ziehe meinen Hut vor Uschi Zietsch, der Verlegerin, die auch meine Lektorin war. Ich habe sie als sehr freundliche, kompetente und zuverlässige Person kennengelernt, von der ich immens viel lernen durfte. Sie zeigte sich mir als Newcomer-Autorin gegenüber sehr geduldig und hilfsbereit. Ich freue mich daher sehr, dass ich auch bei weiteren Projekten mit diesem Verlag zusammenarbeiten darf.


A.B.: Wie gefällt Dir die Optik des Romans?
L.B.: Sehr gut! Verrucht, verrückt und verschwörerisch – genau wie der Roman! Der Künstler hat meine Visionen gut umgesetzt. Die Chimaira entspricht ungefähr meinen Vorstellungen. Der Zerberus hingegen ist in der Geschichte und in meinem Kopf kreatürlicher, da er ja ein lebendiges Zugtier hat. Die dunklen Farbtöne des Covers ziehen mich in ihren Bann. Ich glaube sofort, im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu sein – so wie meine Schützlinge/Protagonisten!

A.B.: Wie das Reihen-Layout?
L.B.: Das gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die Metalloptik passt sehr gut zum Thema – ebenso wie die abenteuerliche Düsternis der Farben !

A.B.: Was hat Dich daran gereizt einen SteamPunk-Roman zu schreiben?
L.B.: Alles, absolut alles. Nachdem ich mich informiert hatte, was SteamPunk ist und wie die Leute da gekleidet sind etc., hat mich das Fieber gepackt. Als Bauunternehmers-Tochter bin ich den Geruch von Maschinen, Hydrauliköl und Staub gewöhnt – Werkstattlärm ist für mich ein Stück Heimat. Ich war damals einfach total in Stimmung, etwas Abenteuerliches und Verrücktes zu schreiben. Als mir dann wie aus dem Nichts einer meiner Lieblingsfilme (Ben Hur) einfiel, war es um mich geschehen: Ein Dampfmaschinen-Rennen sollte es werden! Ich konnte es bereits riechen und in meinem Geist war ich längst in der Chimaira!

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
L.B.: Von den Hohlbeins habe ich ja schon erzählt … meine Jugendidole schlechthin ! Boygroups und dergleichen interessierten mich daher auch überhaupt nicht. Literarisch habe ich keine speziellen Vorbilder. Ich lese viele Autoren und ich bewundere jeden einzelnen von ihnen für seine Werke und seine Kreativität. Schöne Passagen, brillante Ideen und spannende Figuren. Davon lasse ich mich gerne beeindrucken oder auch inspirieren. Allgemeine Vorbilder: Na ja, ich bin ein Querdenker, bilde mir selbst gerne eine eigene Meinung. Treu dem Kaleidoskop bin ich kein Herdentier, das ein einzelnes oder bestimmtes Vorbild hat: Ich jage nach Essenzen, nach Fragmenten von Menschen, die mich persönlich berühren. Diese Splitter klebe ich dann zusammen. Es sind vor allem ethisch-moralische Dinge wie Großzügigkeit, Ehrlichkeit, Leidenschaft, Gelassenheit und Nachsicht gegenüber sich selbst und andern, die mich beeindrucken.

A.B.: Liest Du regelmäßig? Wenn ja, was bevorzugt?
L.B.: Oh ja! Ich lese nicht, ich fresse die Bücher! Kürzlich las ich auf Facebook einen Spruch: „Ich bin kein Bücherwurm, sondern ein Bücherdrache“… Tja, das trifft es so ziemlich. Und bitte macht dann einfach nicht den Fehler, mich während des Lesens anzusprechen …
Was ich bevorzuge? Auch hier ist es die Vielfalt, die mich reizt. Ich lese Bücher von englischen Autoren in Originalsprache (von Thriller über Fantasy bis Liebesromane einfach alles), dann wieder starte ich einen Marathon mit deutschen Autoren diverser Genres (Jugendbücher, Historische Romane … und eigentlich wäre wieder mal was von den Hohlbeins fällig – ich habe da seit meiner Jugend total den Faden verloren ). Was auch immer ich Lust habe, ich lese es. Abwechslung ist das Schlüsselwort. Wenn ich fünf Liebesromane hintereinander gelesen habe, steht mir der Sinn nach einem blutigen Serienmörder oder einer fremden Welt mit Fabelwesen.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
L.B.: Der Kontakt zu den Leser ist natürlich sehr wichtig. Wenn man sich entscheidet, Autor zu werden, schreibt man die Geschichten ja nicht mehr ausschließlich für sich selbst, sonst könnte man einfach Tagebuch schreiben. Ich bin glücklich, wenn ich meine Kreativität ausleben kann, aber diese Freude kann ich nur wirklich auskosten, wenn ich sie mit meinen Mitmenschen, also den Lesern, teilen darf. Die Perle muss ich im stillen Kämmerlein erschaffen, aber wenn sie fertig ist, braucht es neugierige Augen, die ihre Schönheit betrachten möchten. Das macht sie erst wertvoll. Es bedeutet mir daher viel, dass ich da draußen irgendwo Menschen finde, die an meinen Geschichten ebenso viel Spaß haben wie ich. Entsprechend freut es mich, wenn ich – auf welche Art auch immer – Kontakt zu meinen Lesern habe.

A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
L.B.: Da ich noch am Anfang meiner Autorenkarriere stehe, sind es im Moment vor allem Freunde, Familie und Bekannte aus meiner Heimat, die zu meinen Lesern zählen. Diese Menschen begegnen mir oft persönlich im Alltag, was sehr schön ist. Selbstverständlich bin ich auch auf einigen Social-Media-Plattformen (Facebook und Google+) vertreten, wo ich informiere oder Fragen beantworte. Ich werde sicher auch noch eine oder mehrere Lesungen organisieren, um meinen Lesern begegnen zu können.


A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
L.B.: Auf jeden Fall. Da ich seit meiner frühen Kindheit schreibe, wurde ich von meiner Familie und meinen engsten Freunden schon immer tatkräftig unterstützt. Das hat sich bis heute nicht geändert. In der Zwischenzeit habe ich aber auch von professioneller Seite zahlreiche Unterstützung erhalten und das möchte ich hier einfach auch einmal erwähnen, weil es nicht selbstverständlich ist. Ich bedanke mich von Herzen bei Dir, liebe Alisha. Du hast mich als Agentin unter Deine Fittiche genommen, an mich geglaubt und mich stets gefördert. Durch Dich haben sich mir zahlreiche neue Türen geöffnet. Auch Uschi Zietsch darf ich (wie bereits erwähnt) zu jenen Menschen zählen, die mich als Newcomerin geprägt und tatkräftig unterstützt haben. Es gibt noch weitere Personen, die sich mit großartigem Engagement für meine professionelle Weiterentwicklung als Autor eingesetzt haben und es immer noch tun, doch darf ich deren Namen hier noch nicht erwähnen.

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
L.B.: Ich würde mir auf jeden Fall zuerst einen guten Agenten suchen, der einen unterstützt und an einen glaubt. Als Newcomer hat man vom Literatur-Dschungel absolut keine Ahnung und vieles lernt man erst durch erste erfolgreiche Zusammenarbeiten mit Verlagen, Lektoren etc. Wenn jemand aber – aus welchem Grund auch immer – nicht den Weg über eine Agentur gehen möchte, rate ich immer, sich an kleine Verlage zu halten. Aber auch da sollte man sich genau informieren, welche Genres sie in ihrem Programm haben, ob sie überhaupt noch freie Plätze haben und welche Bedingungen sie für die Exposé-Einreichung stellen.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
L.B.: Nach meinem SteamPunk-Roman habe ich bereits einen Young Adult/Romance-Titel und ein Vampir Romance-Buch geschrieben, die beide aber noch in der „Pipeline“ sind. Dann gibt es diverse Kurzgeschichten in unterschiedlichen Genres, die irgendwo zwischen Abgabe und Veröffentlichung herumgeistern. Aktuell schreibe ich an einem Frauenroman mit einem Familiengeheimnis und einer Liebesgeschichte, dessen Titel, Klappentext und Verlag jedoch noch nicht spruchreif sind. Ich kann aber zusätzlich noch so viel verraten: Der Roman spielt auf Verlagswunsch in meiner Heimat, dem Prättigau, inmitten einer wildromantischen Alpenidylle! Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich dann mein Classic Vampir-Projekt noch fortsetzen und dann steht noch ein Urban Fantasy-Titel und eine Kriminovelle auf dem Plan. Es gibt also noch jede Menge zu tun!

A.B.: Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
L.B.: Ich danke Dir für die interessanten Fragen und die Möglichkeit, mich hier vorstellen zu dürfen.

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