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Ich mag es, wenn man ehrlich zu mir ist, auch auf die Gefahr hin, dass ich mal beleidigt bin.

Interview mit David Seinsche, geführt von Alisha Bionda am 07. Feb. 2018.


Dieses Interview ist Teil der Kolumne:

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A. Bionda
46 Beiträge / 49 Interviews / 102 Kurzgeschichten / 2 Artikel / 136 Galerie-Bilder vorhanden
David Seinsche David Seinsche
Alisha Bionda führte via Mail den ersten Teil eines umfangreichen Interviews mit DAVID SEINSCHE, dessen SF-Roman STERNENFINSTERNIS jüngst im Atlantis-Verlag erschienen ist.

A.B.: Lieber David, damit Dich die Leser besser kennenlernen, möchte ich Dir erst einmal einige persönliche Fragen stellen: Was gibt es über Dich als Mensch zu sagen?
D.S.: Ich höre bösartigen Metal, trage die Haare lang, kleide mich schwarz und entweihe Kirchen. Nein, im Ernst: Ich bin ein entspannter Typ. Ich bin selbstironisch, sage meine Meinung und akzeptiere gerne andere Ansichten, sofern sie wenigstens ansatzweise auf Fakten basieren.

A.B.: Was zeichnet Dich in Deinen Augen aus?
D.S.: Ich kann herzlich über mich selbst lachen. Außerdem tue ich mein Bestes, um aus meinen Fehlern zu lernen und nehme gerne Tipps an. Ich bin hartnäckig, wenn ich mir einmal ein Ziel gesetzt habe und gebe nicht so leicht auf, gestehe mir aber auch Niederlagen ein.

A.B.: Was magst Du, und was eher nicht?
D.S.: Ich mag es, wenn man ehrlich zu mir ist, auch auf die Gefahr hin, dass ich mal beleidigt bin. Außerdem mag ich es, wenn ich mal Zeit für mich selbst und meine Gedanken habe. Was ich nicht mag, ist, wenn jemand versucht, mich in eine Richtung zu drücken, die mir absolut nicht gefällt. Und was ich absolut nicht mag, sind die drei fiesesten Lebensmittel überhaupt: Rosen-, Grün- und Blumenkohl.

A.B.: Welche Hobbys hast Du?
D.S.: Offensichtlich schreibe ich sehr gern. Dazu lese ich so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt, abgesehen von Romantikschmarrn. Ich sehe gerne Filme im Kino oder auf Bluray und spiele gerne Computerspiele. Eines meiner Hobbys ist es auch, mich in meine Gedankenwelt zurückzuziehen und mit Ideen zu jonglieren. Gerne kommt dabei eine gute Romanidee raus, manchmal aber auch nur blanker Unsinn.

A.B.: Wolltest Du immer schon Schriftsteller werden? Oder gab es da eine Initialzündung oder war es eher eine Folge Deiner persönlichen Entwicklung?
D.S.: Ehrlich gesagt, wurde ich durch das Computerspiel KEEPSAKE dazu verleitet, selbst zu schreiben. Es hat mich mit seiner Fantasy-Welt inspiriert, und ich wollte auch unbedingt so eine toll erzählte Geschichte schreiben. Vorher habe ich zwar immer mal wieder an das Schreiben gedacht, mich aber nie so richtig getraut.

A.B.: Wann hast Du zu schreiben begonnen? Und womit?
D.S.: Das war irgendwann 2008, als ich aufgehört hatte, Artikel für eine Tageszeitung zu schreiben. Begonnen habe ich mit einer kleineren Version von DIE CHRONIKEN VON KALABRÍA - WELTENBRAND, einer Fantasy-Geschichte, die über die Jahre einige Veränderungen erlebt hat, bevor ich sie als »fertig« betrachten konnte.

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© Mattias Kockat,&#160;https://www.facebook.com/...

A.B.: Hast Du eine fest strukturierte Methode, wie Du ein Projekt umsetzt?
D.S.: Mehr oder weniger. Meist überlege ich mir ein Thema, welches mich interessiert, und dann fange ich an, meine Ideen dazu zu notieren. Am liebsten überlege ich mir dann die grobe Handlung und fülle sie während des Schreibens immer weiter auf.

A.B.: Schreibst Du gerne zu einer bestimmten Zeit? Lieber tagsüber, lieber abends/nachts? Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
D.S.: Ich schreibe am liebsten abends und nachts, wenn es draußen und im Haus ruhig ist. Bis ich dann ins Bett komme, ist es dann gerne weit nach Mitternacht. Entsprechend sehe ich dann am nächsten Morgen aus (lacht).
Ansonsten wird mein Tagesablauf von meiner kleinen Tochter bestimmt.

A.B.: Bevorzugst Du eine bestimmte Atmosphäre oder benötigst Du besondere Ruhe wenn Du schreibst?
D.S.: Ich kann mich zwar während des Schreibens ein Stück weit innerlich abschotten, aber am liebsten ist es mir, wenn um mich herum Ruhe ist. Stecke ich an einer Stelle mal fest, gehe ich auf den Balkon und rauche eine Fluppe. Da kommen die Lösungen ganz von allein.

A.B.: Schreibst Du an mehreren Projekten gleichzeitig oder trennst Du das strikt?
D.S.: Nach Möglichkeit schreibe ich immer nur an einem Projekt gleichzeitig. Nur manchmal, wenn ich an einer Stelle partout nicht weiterkomme, mache ich Schreibübungen und bringe die eine oder andere Kurzgeschichte zu Papier.

A.B.: Welchen Genres ordnest Du Dich zu? Welches reizt Dich am meisten?
D.S.: Fantasy und Science Fiction sind meine Lieblingsgenres, und ich versuche mich momentan an Thrillern und Krimis. Ausgeklügelte Polizei-Geschichten mit psychopathischen Tätern und ebenso verrückten Ermittlern reizen mich auch sehr.

A.B.: Jüngst ist Dein SF-Roman STERNENFNSTERNIS im Atlantis-Verlag erschienen. Schilder uns doch bitte kurz, was die Leser darin erwartet.
D.S.: Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, denn sonst kauft es ja niemand mehr (lacht).
Um es kurz zu halten: Die Leser erwartet eine Geschichte über die Menschheit, die ihren Platz in der Galaxis erobert hat und sich ohne Vorbereitung unbekannten außerirdischen Invasoren gegenübersieht, die technologisch haushoch überlegen sind. Der Roman beleuchtet aber auch den inneren Konflikt der Protagonisten, als sie feststellen müssen, dass der Feind auch im Inneren sitzt.

A.B.: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Atlantis-Verlag?
D.S.: Durch die unermüdliche und großartige Vermittlungsarbeit Deiner Agentur Ashera!

A.B.: Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Lektorat?
D.S.: Großartig! Die erste Version des lektorierten Werks war schon sehr gut umgesetzt, und als ich einen nicht ganz einfachen Wunsch äußerte, bekam es der Lektor hin. Danke nochmals an Dich, André!


A.B.: Wie gefällt Dir das Cover des Romans, das Mark Freier gezaubert hat?
D.S.: Ich kenne Mark Freier seit vielen Jahren. Er schafft es immer, geile Cover zu gestalten, und auch dieses Mal hat er phantastische Arbeit geleistet.

A.B.: Hast Du ein Vorbild – literarisch und/oder allgemein?
D.S.: Keine einzelne Person, wobei mir literarisch der Amerikaner Timothy Zahn schon sehr zusagt. Es gibt viele Autoren und auch andere Menschen, die interessant sind und für mich auf die eine oder andere Weise als Vorbild dienen.

A.B.: Liest Du regelmässig? Wenn ja, was bevorzugt?
D.S.: Ich lese so viel und so oft wie möglich. Bevorzugt lese ich Romane fast aller Art, aber auch gute Sachbücher über für mich interessante Themen wie Astronomie, Archäologie und Sagen verschiedener Kulturen sind mir immer willkommen.

A.B.: Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?
D.S.: Ich finde es immer spannend, mit Lesern in Kontakt zu treten. Nur so erfahre ich, was sie von meinen Werken halten und was ich möglicherweise besser machen kann.

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© Mattias Kockat,&#160;https://www.facebook.com/...

A.B.: Wie gestaltet sich dieser?
D.S.: Da ich noch ziemlich am Anfang stehe, findet der Kontakt normalerweise über Facebook oder E-Mail statt.

A.B.: Hältst Du auch Lesungen ab? Oder kann man Dich künftig auf Cons antreffen? Wenn ja, auf welchen?
D.S.: Ich hoffe, dass ich künftig auf der einen oder anderen Con anzutreffen sein werde. Momentan ist aber noch nichts geplant.

A.B.: Gibt es Menschen, die Dich bei Deinem schriftstellerischen Werdegang unterstützt haben? Freunde, Familie, Kollegen? In Deinen Anfängen und jetzt?
D.S.: Meine Eltern haben mich als Kind indirekt unterstützt, weil sie mich für das Lesen begeistert haben. Mein Bruder fand es dann toll, als ich selbst anfing, zu schreiben. Inzwischen unterstützen mich meine ganze Familie, mein Freundeskreis und einige Kollegen. Anscheinend ist es etwas Besonderes, ein Schriftsteller zu sein. ;-)

A.B.: Welchen Rat würdest Du Newcomer-Autoren für die Verlagssuche geben?
D.S.: Sucht euch unbedingt eine seriöse Agentur, die ausschließlich auf Provision arbeitet und keine Vorauszahlungen will! Und natürlich: Bleibt gelassen und lasst euch nicht entmutigen, wenn es erst einmal Absagen hagelt.

A.B.: Worin siehst Du die Vor- und Nachteile in der Klein- und Großverlagsszene?
D.S.: Kleine Verlage haben meiner Ansicht nach einerseits die Möglichkeit, auch mal etwas Anderes zu wagen, sind aber gleichzeitig davon abhängig, einen Erfolg zu verbuchen. Großverlage wiederum können sicherlich auch mal einen finanziellen Fehlschlag verkraften, sind aber meist an ein bestimmtes Image gebunden, was es für Newcomer mitunter schwierig machen kann, dort Fuß zu fassen.

A.B.: Woran arbeitest Du derzeit? Auf was dürfen sich die Leser künftig freuen?
D.S.: Momentan arbeite ich an SCHLEPPCHENS AUGENSTERN, welches als Teil von Guido Krains Reihe DYSTONIA im Arunya-Verlag erscheinen wird. Außerdem werden in diesem Jahr Kurzgeschichten für einige Anthologien sowie die Novelle DAS VERMÄCHTNIS DER BABA JAGA als Teil der Reihe DER BARDE ebenfalls bei Arunya erscheinen. Und je nachdem, wie STERNENFINSTERNIS bei den Lesern ankommt, gibt es vielleicht einen Nachfolger.

A.B.: Vielen Dank für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.
D.S.: Ich danke Dir, liebe Alisha!
Mattias Kockat
Mattias Kockat
© https://www.facebook.com/donotblinkpics/


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