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Startseite > Kolumnen > Alisha Bionda > AGENTUR ASHERA > Wie es dazu kam, dass ich Krimis schreibe.

Wie es dazu kam, dass ich Krimis schreibe.


THOMAS NEUMEIER berichtet.

Warum ich Krimis schreibe?
Nun, das ist meine Methode, all meine bislang begangenen Verbrechen zu verarbeiten. Reine Selbsttherapie meines verruchten Doppellebens. (Memo an mich: Absatz vor Veröffentlichung löschen, sonst Gefahr: Irgendein Hobby-Detektiv informiert Hauptkommissar Lachermeier oder – noch schlimmer – Dirty Erich Wankel.)

Irgendwie hat es wohl so kommen müssen, mit Krimis. Selbst als ich mich noch bevorzugt in exotischeren Genres ausgetobt habe, waren kriminalistische Elemente stets Bausteine der Handlung. Zuweilen sogar ziemlich gewichtige Bausteine. Mein erotischer Steampunk-Roman „Die Secret Intelligence Ihrer Majestät“ (Fabylon-Verlag) handelt von einer Verschwörung und einer Geheimagentin, die die Drahtzieher dahinter ausfindig machen muss. Mein voraussichtlich im Sommer erscheinender romantischer Urlaubs-Roman „Zuckermeer“ (Ashera Verlag) rankt um ein Mysterium an der Ostsee. Und auch in meinem Okkult-Thriller „Mondlüstern“ (O`Connell Press) wird fleißig rund um Symbologie und Kultstätten ermittelt. Kurzum, Krimielemente waren, ob bewusst oder unbewusst, schon immer Bestandteil meiner Arbeiten. Ich habe große Freude daran, Roman-Figuren ins Abenteuer zu stürzen, sie auf Rätseljagd zu schicken und die Leser dabei mitzunehmen. Insofern war der Schritt zu Krimis wohl nur eine Frage der Zeit.


Tja, und da stehe ich nun - mit ungebrochener Leidenschaft, noch etliche weitere Krimilandschaften literarisch auszuwalzen. Ich fühle mich da tatsächlich gut aufgehoben. Was aber nicht bedeutet, dass ich meine anderen Genres vernachlässigen werde. Da geistert noch eine ganze Menge in meinem Kopf herum, das Form annehmen will. Auch Liebesgeschichten, Romantic Suspense, wie man das wohl nennen mag. Nicht ausgeschlossen, sondern eher sehr wahrscheinlich, dass auch dort meine Held(inn)en über das eine oder andere prekäre Hindernis hinweg verzwickte Rätsel ergründen müssen.

Das für mich als Autor Verlockende an Krimis ist, dass das Spektrum keineswegs so eng gestrickt ist, wie man vielleicht meinen möchte. Es geht nicht darum, fortwährend mühsame Polizeiarbeit und komplizierte Ermittlungswege in Szene zu setzen. Vielmehr kann ich aus beliebigen Milieus erzählen und dabei urigste Charaktere aufeinander treffen lassen. „Reinheitsgebot“ (Emons) spielt, wie nicht schwer zu erraten ist, in der Brauerszene. Im hart umkämpften Markt zwischen großen Konzernbrauereien, traditionellen Regionalbrauereien und Jungunternehmern, die etwa mit Bio-Bieren die Geschmäcker der Biergenießer kitzeln wollen. Weiterhin ist in der Geschichte Platz für eine paranoide Schriftstellerin, einen mit Feldstecher und Nachtsichtgerät ausgestatteten Nachtschleicher und einem besonders üblen Finsterling, für den das Reinheitsgebot noch eine ganz andere Bedeutung hat. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Das reizt mich an dem Genre.

Nicht so sehr mein Ding wäre, mich an ein gleichbleibendes Ermittler-Team und eine bestimmte Region zu klammern. Viel lieber kreiere ich sämtliche Komponenten und Figuren neu und sehe dann, an welche Orte mich die Geschichte führt. Stadt oder Land, Berge oder Täler, Schlösser oder Pferdegestüte, Bayern, Mecklenburg, Siebenbürgen oder die Schwarzmeerküste, dem sind da keine Grenzen gesetzt. Oft ergibt sich der Handlungsort auch themabezogen von selbst, wie etwa das Inntal in „Tatzelwurm“ (Emons).

Was ist diesbezüglich also noch aus meiner Feder zu erwarten? Nun, ich bin selbst neugierig, wohin mich meine Arbeiten noch entführen werden. In meiner Heimat, dem Naturpark Altmühltal, situierte Geschichten zu schreiben, hat noch einen Extra-Reiz. „Reinheitsgebot“ wird deshalb garantiert nicht der letzte kriminalistische Ausflug in dieses idyllische Stück Bayern zwischen dem fränkischen Seenland und dem niederbayerischen Kelheim bleiben.

Vielleicht lesen wir uns.

(Oder man sieht sich mal in dunkler Nacht an der Wodansburg …)

AGENTUR ASHERA
Beitrag Wie es dazu kam, dass ich Krimis schreibe. von Alisha Bionda
vom 13. Feb. 2017


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