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Holmes und die Freimaurer

Sherlock Holmes Criminal Bibliothek
HOLMES UND DIE FREIMAURER

J.J. Preyer
Roman / Thriller

BLITZ

Sherlock Holmes Criminal Bibliothek: Band 5
Taschenbuch, 192 Seiten
ISBN: 978-389840215-6

Nov. 2006, limitierte Auflage, 9.95 EUR
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Zu Sherlock Holmes muss man heutzutage nicht mehr viel sagen. Unzählige Verfilmungen und Hörspiele, aber auch Romane von anderen Autoren, die nach dem Wegfall des Copyrights ihre eigenen Geschichten verfassten, haben den Privatdetektiv unsterblich gemacht und zu einer fast schon historisch belegbaren Figur.
Durch seinen kriminalistischen Spürsinn, seine messerscharfe Logik und den trockenen Humor zählt er zu den literarischen Personen, die man nicht vergisst. Und dass sind auch die Eckpunkte, an denen die neuen Schriftsteller ihre Interpretation des Meisterdetektivs festmachen, während die Abenteuer nicht selten in das Phantastische abdriften.

Mit mehr als 65 Jahren hat sich Sherlock Holmes schon vor einiger Zeit aus seinem Beruf und aufs Land zurückgezogen. In Sussex lebt er friedlich in einer Pension und genießt seinen Lebensabend. Aber er kann es auch nicht lassen, sich Dinge genauer anzusehen, wenn man ihn nett darum bittet.
So untersucht er eine Ähre genauer, die ihm eines Tages eines der Dienstmädchen der Pension mitbringt. Mona Hatfield macht sich Sorgen um das Weizenfeld ihres Vaters, das unnatürlich silbrig schimmert.
Und tatsächlich findet Sherlock Holmes heraus, dass die Ähren von einem seltenen, aber gefährlichen Pilz befallen sind. Er reist selbst nach London und informiert seinen alten Freund Dr. Watson und seinen Bruder Mycroft, da eine weitere Ausbreitung der Seuche eine Katastrophe in der Landwirtschaft hervorrufen könnte.
Doch als er mit Watson auf Land zurück fährt, ist das Feld abgemäht, und der Besitzer tot, seine Tochter Mona Hatfield verschwunden. Wenig später findet man eine Frauenleiche ohne Kopf und mit Verstümmlungen, wie sie schon die Opfer von Jack the Ripper aufwiesen.
Wirklich aufgeschreckt aber wird er alte Detektiv von einer anderen Bitte. Der Sohn seines Erzfeindes Professor Moriarty möchte ihn sprechen. In seinen Besitz ist ein Tagebuch seines Vaters gelangt, das brisante Informationen beinhaltet, die auch auf den vorliegenden Fall hinweisen. Doch kann und will Holmes diesem Mann überhaupt trauen?
Als er beschließt, diesen Stephen Moriarty zumindest anzuhören, kommt er einer groß angelegten Verschwörung auf die Spur, in der Jack the Ripper, die alttestamentarische Bundeslade und die Freimaurer eine große Rolle spielen...

In „Holmes und die Freimaurer“ nimmt der österreichische Schriftsteller J. J. Preyer durch die Getreidekrankheit Bezug auf einen anderen Roman, der ebenfalls nicht von Sir Arthur Conan Doyle, aber noch mit dessen Billigung und inhaltlichen Ergänzungen geschrieben wurde. „Die silbernen Gräser” erschien 1952. Aber das ist auch die einzige Hommage an dieses heute vergessene Werk.
Ansonsten entspinnt der Autor eine faszinierende Geschichte zwischen Mystery und Suspense, so wie man es von ihm erwartet. Was zunächst wie ein unerklärliches Phänomen aussieht, erweist sich schon bald als Spitze des Eisbergs, als Ausdruck einer groß angelegten Intrige, die ihn nicht nur alten Freunden sondern auch Feinden näher bringt und dazu zwingt, eigene Vorurteile über Bord zu werfen. Denn nicht immer kann man Söhne für die Sünden ihrer Väter verantwortlich machen, auch wenn es so einfach ist, das zu denken und anzunehmen.
Der Roman ist geschickt aufgebaut. Immer wenn man annimmt, man weiß schon alles, kommt ein neuer Aspekt der Verschwörung ans Licht und verlangt nach Aufklärung. Dabei spart der Autor nicht an Zitaten und Hinweisen ohne jedoch zu viel zu verraten. Er kann sich aber auch nicht davon freisprechen, alt gediente Klischees z. B. um die Freimaurer herum zu verwenden.

Heraus kommt ein unterhaltsamer und spannender Mystery-Thriller, der zwar stellenweise sehr dick aufträgt, aber doch ohne bitteren Nachgeschmack unterhält und den Leser zufrieden zurück lässt. Vor allem Holmes-Freunde, die es ein wenig phantastischer mögen, werden hier zweifellos auf ihre Kosten kommen.

23. Dez. 2007 - Christel Scheja

Der Rezensent

Christel Scheja

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