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Um Mitternacht am Galgenberg

UM MITTERNACHT AM GALGENBERG
UM MITTERNACHT AM GALGENBERG

Jason Dark, Oliver Döring
Hörbuch/Hörspiel / Horror

Lübbe Audio

John Sinclair Edition 2000: Folge 64
1 Audio-CDs, 60 Minuten
ISBN: 978-378574384-3

Mar. 2011, 1. Auflage, 7.99 EUR
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Der Journalist Ty Everett wird häufig als Unterhändler für schwierige Fälle angeheuert. In diesem Fall soll er auf Korsika das Lösegeld für eine junge Frau namens Colette übergeben. Um Mitternacht am Galgenberg lauten die Vereinbarungen für die Zusammenkunft, doch Tys Kontaktmann hat sich schrecklich verändert. Tausende von Würmern haben von dem Mann Besitz ergriffen und mit seiner letzten Kraft übergibt der Gezeichnete dem Journalisten ein seltsames Amulett, das für den Sohn des Lichts bestimmt ist. Über seinen Kollegen Bill Conolly nimmt Everett Kontakt mit John Sinclair auf. Der ist sofort alarmiert, denn die Darstellungen eines alten Reliefs, das Everett von einem Pfarrer auf Koriska erhalten hat, zeigt den Höllenwurm Izzi. Von ihm wurde angeblich die Schlange Apep, alias Asmodina, abgespalten. Doch Asmodina ist tot und Izzi scheint kurz vor dem Erwachen zu stehen. Gemeinsam mit Suko und Bill Conolly fliegt John Sinclair nach Korsika. Dort entbrennt ein mörderischer Kampf gegen die Diener Izzis, die der Höllenwurm aus den Kidnappern rekrutiert hat. John und seine Freunde stehen auf verlorenem Posten, denn hinter Izzi steht die Macht der Großen Alten ...

Meinung:

Obwohl der gleichnamige Roman, der dem Hörspiel zugrunde liegt, eher mittelmäßig ist, kann die Vertonung bis zu letzten Minute überzeugen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Handlung an den notwendigen Stellen gestrafft und um einige wichtige Begebenheiten erweitert wurde. Während im Roman der Höllenwurm Izzi gar nicht auftaucht, erlebt er im Hörspiel selber seine Erweckung, und es ist gut so, dass dieser Dämon nicht einfach außen vor gelassen wurde, wie weiland Destero, der Dämonenhenker. So ganz nebenbei setzt das Sinclair-Team seine neueste Waffe im Kampf gegen die Dämonen ein: Tokatas Schwert. Diese Waffe dient in der Hörspielserie nun als Ersatz für das Schwert des Dämonenhenkers, welches in der Heftserie dem Geisterjäger gute Dienste erwies. Die Story lebt in erster Linie von der Action und einem hohen Ekelfaktor, denn die Vorstellung, dass einem Menschen aus sämtlichen Gesichtsöffnungen graue Würmer quellen, ist nichts für empfindliche Mägen. Die Handlung um Colette, großartig interpretiert von Zazie-Charlotte Pfeiffer, verbindet das beliebte Krimi-Element der Serie mit dem plakativen Horror. Ty Everett, ein sympathischer und unkonventioneller Zeitgenosse, wird sehr leidenschaftlich und lebendig von Torsten Michaelis gesprochen, der als Profikiller CAINE Hörspielgeschichte schrieb. In der Rolle des Marcel, Colettes Beschützer, ist Viktor Neumann zu hören, während Carru, der Anführer der Kidnapper sehr eindrucksvoll von Engelbert von Nordhausen darstellt wird. Dem Cast kommt zugute, dass die Sprecher bislang eher unregelmäßig in der Serie eingesetzt wurden. Die Stammsprecher Frank Glaubrecht (John Sinclair), Martin May (Suko), Detlef Bierstedt (Bill Conolly) und Karlheinz Tafel (Sir James Powell) spielen ihre Rollen einmal mehr mit sehr viel Engagement. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, so dass auch dieses Hörspiel ein absoluter Volltreffer ist, lediglich die dumpfe Verzerrung der Dämonenstimmen stört ein wenig den ansonsten tadellosen Gesamteindruck. Der Soundtrack ist dieses Mal wirklich innovativ und begrüßt den Hörer gleich zu Beginn mit mediterranen Klängen.

Aufmachung:

Das Cover ist ein kleines Meisterwerk vom einstigen Stammzeichner Vicente Ballestar. Leider hat Asmodis, deren Fratze im Hintergrund zu sehen ist, keinen persönlichen Auftritt. Der Galgenberg an sich wurde jedoch perfekt getroffen und die düstere Farbgebung sorgt für eine optimale Gruselatmosphäre.

Fazit:

John Sinclair auf Korsika. Ein rasantes und schauriges Hörvergnügen, mit dem ein neues Kapitel in der Serie aufgeschlagen wird. Tolle Sprecher und eine fabelhafte Musik runden den sehr guten Gesamteindruck ab.

20. Mar. 2011 - Florian Hilleberg

Der Rezensent

Florian Hilleberg
Deutschland

* 03. März 1980
Total: 2277 Rezensionen
Oktober 2014: 18 Rezensionen

Im Jahre 1980 erblickte ich in Uelzen, einem kleinen malerischen Städtchen inmitten der Lüneburger Heide, das Licht der Welt.
Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf unweit meiner Geburtsstadt. Sehr früh schon interessierten und faszinierten mich die dunklen Mythen, die Dämonen und Untoten – und bald hie...

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