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Der Butler setzt auf Sieg

Der Butler
DER BUTLER SETZT AUF SIEG

J.J. Preyer
Roman / Regio-Krimi

BLITZ

Der Butler: Band 1
Taschenbuch, 192 Seiten
ISBN: 978-389840315-3

Mai. 2012, 12.95 EUR
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Die britische Lady Amanda Marbely – reich und nicht mehr die Jüngste, doch voller Abenteuerlust und unkonventioneller Ideen – tritt in Deutschland (im Siegerland) das Erbe ihres unter mysteriösen Umständen verstorbenen Cousins an.
Ein Spitzenmann des SSI (Special Service International) soll als „Butler James“ für ihre Sicherheit sorgen und sie und ihren Chauffeur begleiten und den Tod ihres Cousins aufklären.
Doch als erster „Zwischenfall“ erleidet der Chauffeur einen Unfall mit dem Wagen von Lady Marbely. Und so wird es von der Ankunft an turbulent. Auf der Beerdigung ihres Cousins, auf der ein Anschlag auf Lady Marbely verübt wird, nimmt der Butler die Leiche des Toten heimlich in Augenschein und findet eine verdächtige Einstichstelle am linken Schulterblatt. Er entnimmt der Leiche etwas Gewebe und findet im Mund des Toten ein Stück Pappe mit elf Ziffern darauf.
Während des Leichenschmauses versuchen der Butler und die Lady den Geschäftsführer der Firma des Toten Hans Obermann und dessen sehr attraktive Frau Angela, sowie den zweiten Geschäftsführer Alexander Henschel (lächelt ständig und trägt eine Perrücke) nach allen Regeln der Kunst auszuhorchen
Als er wieder in sein Auto steigen will, merkt der Butler, dass am linken Vorderrad die Muttern gelockert wurden, dem nicht genug: Auf der Autofahrt wird der nächste Anschlag auf Lady Marbely verübt – und es wir immer deutlicher: Jemand will eindeutig verhindern, dass sie das Erbe ihres Cousins antritt.

Die Untersuchungen mit dem Gewebe des Toten lassen vermuten, dass dieser mittels Insulin geötet wurde.
Nächste Auffälligkeit in der ganzen Angelegenheit ist: Im Testament fehlt ein wichtiges Beiblatt. Sonderbar auch, die drei Männer, die mit der Erbschaft in Verbindung stehen (Henschel, der Richter und der Anwalt) tragen gleiche Ringe mit schwarzen Steinen, in denen zwei übereinanderliegende Achten (Lemniskaten, die liegende Acht, das Symbol der Freimaurer, die Familie des Toten stammte aus dem Geschlecht der Rosenkreuzer) eingelassen sind.
Bei der Besichtigung der ersten geerbeten Firma wird ein weiterer Anschlag auf die Lady ausgeübt und es wird allzu offensichtlich, dass die Firma eine Scheinfirma ist - doch für was und wen?
Als der Butler und die Lady in die Villa des Toten ziehen, in der seine Frau und sein Sohn zu Tode kamen, finden sie im Safe des Arbeitszimmers einen USB-Stick mit einer WORD-Datei, die den Namen TEUFELSPAKT trägt ...

Danach überschlagen sich die Ereignisse: Schon beim ersten Abendessen in der Villa werden der Lady Drogen verabreicht, sodass sie meint den Teufel zu sehen. Zunächst will sie daraufhin sofort wieder nach England reisen – bleibt dann doch, will dem Butler aber bei seinen „Ermittlungen“ behilflich sein. Alexander Henschel verunglückt tödlich, ebenso kommt der Amtsrichter zu Tode und Obermann wird vor ihren Augen erschossen, kurz nachdem er der Lady gegenüber geäußert hat, dass ihr Cousin „beseitigt“ wurde ...
... der Butler und die Lady stecken mitten in einer obskuren Geschichte um unsaubere Geschäfte, Folgen eines unseligen Paktes, dem politischen Geschehen des Dritten Reiches und müssen herausfinden wer in diesem perfiden Spiel Mephisto und wer sein Faust ist.

„Der Butler setzt auf Sieg“ ist ein kleines handliches Paperback mit Glanzbroschur. Schöner augenfreundlicher Schriftgröße und guter Druck machen das Lesehn angenehm – da kann man nicht meckern, auch wenn es die kleinen handlichen Hardcover von BLITZ nicht wettmacht, ist der Band ein schönes professionelles Paperback. Wenn der Verlag dieses Formart beibehält und von den großen Paperbacks abrückt (wie z.B. „Die Falle“ von Die Schwarze Fledermaus) erhält der Leser einen akzeptablen Ersatz für die angesprochenen Hardcover.
Auch Satz und Covergestaltung, beides unter der Ägide von Mark Freier, sind ohne Fehl und Tadel.

Die Handlung ist mit interessanten Details und sorgfältig eingestreuten Lokalkolorit verquickt. Leider ist das Ende im Gegensatz zum Rest des Textes zu schnell abgehandelt, was vermuten lässt, dass der Autor eine gewisse Seitenzahl nicht überschreiten sollte, was dem Lesen des Buches einen kleinen Wehrmutstropfen einträufelt, ebenso der arg gekünstelt und bemüht konstruiert wirkende Gastauftritt von Larry Brent (einer anderer Serie des Verlages).
Aber das tut der Leistung des Autors keinen Abbruch, der seine Sache erzählerisch sehr gut gemacht hat, denn er erzählt flüssig, spannend und temporeich ohne hastig abzuhandeln (sieht man vom Schluss ab) und schafft es, dass man vor allem für das Ermittlergespann „Butler&Lady“ sofort Sympathien entwickelt. Und vor allem – mehr von ihnen lesen will.

J.J. Preyer schrieb mir als Widmung in das Buch, dass er hofft, der Leser habe bei der Lektüre des Buches ebensoviel Spaß wie er beim Schreiben, dass er diesen dabei hatte, merkt man dem Band im positiven Sinne an und man blickt daher mit Vorfreude schon dem nächsten Band aus J.J. Preyers „Butler“-Feder entgegen. Besonders hoffentlich weiteren der humorigen Dialoge zwischen dem Butler und der toughen alten Lady, die einem mehr als einen Schmunzler entlockte.
Mit „Der Butler setzt auf Sieg“ liegt somit ein gelungener Auftaktband zu einer hoffentlich stringent (inhaltlich und optisch) durchgeführten neuen Serie vor.

Fazit:

Flüssig, spannend und temporeich erzählt – ein gelungener Auftaktband zu einer hoffentlich stringent durchgeführten neuen Serie

10. Jul. 2012 - Alisha Bionda

Der Rezensent

Alisha Bionda
Balearen

Website: http://www.alisha-bionda.net
Total: 393 Rezensionen
Dezember 2017: keine Rezensionen

Autorin, Herausgeberin, Redakteurin, Journalistin, Rezensentin, Agentin

Alisha Bionda wurde in Düsseldorf geboren und lebt seit 1999 auf den Balearen. Die Autorin beendet ihren Tagesablauf nachts am Meer - bis zum 23.05.2009 mit ihrer afghanischen Windhündin Jamila, die dann leider über die Regenbogenbrücke “gegangen&#...

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